GODSMACK – When Legends Rise – München, 08.03.2019

Godsmack – When Legends Rise Tour 2019
Freitag, 08.03.2019, Tonhalle München
Support: Like A Storm

Die US-Hardrocker GODSMACK dürften eigentlich jedem Hardwurster ein Begriff sein und waren hin und wieder auch in Europa unterwegs, auf diversen Festivals oder als Metallica Support im Jahre 2003. Auf Grund des plötzlichen Todes von Joe Fay, Sohn des Gitarristen Tony Rombola, musste die bevorstehende Deutschland-Tour im Herbst 2018 abgesagt werden. Am Freitag, den 08.03.2019 stand dann endlich der Nachholgig in München auf dem Programm. Und da GODSMACK eher selten in Europa zu Gast, sind bescherten die Bostoner dem Veranstalter PGM Promoters Group München bereits im Vorfeld ein ausverkauftes Haus.

Die Neuseeländer von LIKE A STORM eröffneten den rockigen Abend. Die Band um die drei Brüder und ansehnlichen Sahneschnitten Chris, Matt und Kent Brooks erfreut seit 2005 vor allem die weiblichen Fans und erspielte sich in dieser Zeit weltweit eine treue Fangemeinde. Musikalisch graben die Herren in der Nu Metal / Alternative Szene, stechen dabei aber nicht nur optisch, sondern auch musikalisch mit ihren Didgeridoo-Einlagen aus der Masse heraus. In München nutzten die Kiwis die Gunst der Stunde und klatschen den bereits zahlreich anwesenden Nasen ein fettes Metal/Hardrock Brett um die Ohren. Auch wenn das Münchner Publikum wieder mit Anlaufschwierigkeiten glänzte, so zogen LIKE A STORM mit jedem Song die Fans in ihren Bann und brachten immer mehr Stimmung in die Bude. Spätestens als Matt von der Bühne hechtete und mit den ersten Reihen direkt auf Tuchfühlung ging, hatten die Jungs die Meute im Sack. Artig bedankten sie sich bei ihren Fans und forderten diese immer wieder zum Mitgrölen auf. Mit „Love The Way You Hate Me“ beendeten LIKE A STORM ihr Set, sprangen in den Graben vor der Bühne und für die ersten Reihen gab es noch einmal „shake hands“ und die ein oder andere Umarmung. (2015 standen uns die Jungs von LIKE A STORM schon einmal Rede und Antwort. Lest hier das Interview mit Matt)

GODSMACK enterten unter lautem Jubel der Fans die Bühne und starteten mit „When Legends Rise“ die Rocksause. Vom ersten Ton an lief die Party auf Hochtouren und das Quartett feuerte mit „1000ph“, Cryin‘ Like A Bitch“, „Say My Name“ und „Straight Out Of Line“ direkt aus allen Rohren. Die Spielfreude der Band übertrug sich direkt auf das Publikum und die Fans sangen jeden Song lauthals mit. Frontröhre Sully Erna warf die Frage in den Raum, wer denn GODSMACK zum ersten Mal live sah und erstaunlich viele Hände schossen in der Halle noch oben. Nach dem Altersdurchschnitt und den getragenen Kutten zu urteilen, waren aber mit Sicherheit auch einige Headbanger, mich eingeschlossen, schon 2003 dabei als GODSMACK noch den Anheizer für Metallica gaben. Sully bewieß nicht nur seine Qualitäten an der Axt, sondern machte auch hinter der Schießbude ein gute Figur. Temperatur und Stimmung in der Halle betrugen gefühlte 666 Grad und mit „Keep Away“, „Speak“ und „Voodoo“ pflügten GODSMACK unaufhaltsam durch ihr Set, bevor ein bisschen gecovert wurde und selbst einige Takte von Metallicas „Enter Sandman“ in die Runde geballert wurden. Bis zum letzten Hit „I Stand Alone“ ließen GODSMACK nichts anbrennen und fackelten ein wahres Rockfeuerwerk in München ab.

Seit 1995 sind GODSMACK aktiv und haben in dieser Zeit mehr als 20 Millionen Alben weltweit verkauft. Mit drei Nummer-Eins-Alben, vier Grammy-Nominierungen sowie dem Rekord als Rock-Act mit den meisten Top-10-Radio-Hits in den US-amerikanischen Single-Charts darf man GODSMACK aus Boston/Massachusetts getrost zu den großen Legenden des Hardrock zählen. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wieder 15 Jahre dauert, bis die Amis ihre nächste Headliner Tour in Deutschland spielen.

Text+Fotos: Sandra Baumgartl

 

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